Auto packen für den Urlaub: entspannt statt überladen
- Kathrin Hielscher
- 9. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Juli
Der Kofferraum ist randvoll. Die Kinder sitzen schon im Auto, dein Mann drückt die letzte Tasche irgendwie noch zwischen Kühltasche und Kinderwagen fest, und du gehst im Kopf zum fünften Mal durch, ob wirklich alles mit ist. Der Urlaub hat noch gar nicht begonnen – und trotzdem bist du jetzt schon erschöpft.
Kennst du das?
Was viele Familien beim Kofferraum-Tetris nicht wissen: Auch ein vollgepacktes Auto hat ein Limit. Wer es überschreitet, riskiert laut TÜV Süd nicht nur ein Bußgeld, sondern im Zweifel auch die Sicherheit der ganzen Familie.
Warum das Gewicht wichtiger ist, als es aussieht
Jedes Auto darf laut Fahrzeugschein nur ein bestimmtes Gesamtgewicht auf die Straße bringen. Am zuverlässigsten lässt sich das ermitteln, indem man das startbereite, vollgetankte und beladene Auto auf eine Waage stellt. Alternativ kannst du es über die Zulassungsbescheinigung Teil 1 nachrechnen:
Feld F.2 zeigt die zulässige Gesamtmasse in kg.
Feld G zeigt das Leergewicht des Autos (Leermasse) – hier sind bereits 75 kg für den Fahrer eingerechnet.
Die Differenz aus beiden Werten ist die Zuladung, die dir für Mitfahrer, Kindersitze und Gepäck bleibt.
Was bei Überladung passiert
Laut ADAC wird es ab einer Überschreitung von 5 Prozent teuer: Bußgelder beginnen bei 10 Euro. Bei über 30 Prozent Überladung kommen bis zu 235 Euro und ein Punkt in Flensburg dazu. Stellt die Polizei eine gefährliche Überladung im Einzelfall fest, kann sie die Weiterfahrt sogar direkt untersagen – dann muss vor Ort abgeladen werden.
Wenn du unsicher bist, findest du öffentliche Waagen in fast jeder Gemeinde. Die passende Adresse gibt es meist im Internet oder bei der Gemeindeverwaltung.
Warum das eigentlich kein Auto-Thema ist, sondern ein Packthema
Ich glaube, das eigentliche Problem liegt selten beim Gewicht selbst.
Es liegt bei der Frage: Was muss wirklich mit?
Genau diese Frage kostet vor der Abfahrt am meisten Energie. Für jedes Kind, jeden Ausflug, jeden möglichen Zwischenfall wird vorsichtshalber noch etwas eingepackt – und am Ende steht ein Auto, das eher nach Umzug aussieht als nach Kurzurlaub.
So packt ihr entspannter – und sicherer
Ein paar einfache Systeme reichen oft schon aus, um Kopf und Kofferraum gleichzeitig zu entlasten:
Packliste pro Person statt einer Liste für alle. Jedes Familienmitglied bekommt seine eigene kleine Liste – das reduziert Diskussionen und vergessene Dinge gleichermaßen. Mein Tipp: Packtachen
Eine Kiste für "vielleicht". Alles, was nicht sicher gebraucht wird, kommt hier hinein und wird erst zum Schluss eingeladen, wenn noch Platz ist. Meistens bleibt sie halb voll im Flur stehen.
Ein kurzer Blick auf den Fahrzeugschein vor der Abfahrt. Ein paar Minuten, die dir im Ernstfall bares Geld und Ärger ersparen.
Und wie du zwar kein Gewicht, aber Volumen sparen kannst, das findest du LINK
Nicht, weil ein perfekt gepacktes Auto das Ziel ist.
Sondern weil ein Auto, bei dem du weißt, dass alles seinen Platz und seinen Sinn hat, dir schon auf der Hinfahrt ein gutes Gefühl gibt.
Dein erster Schritt
Vielleicht hilft dir schon dieser eine Gedanke:
Nicht alles, was in den Kofferraum passt, muss auch hinein.
Wie packt ihr aktuell für den Urlaub – nach Liste, nach Gefühl oder eher chaotisch?
Wenn du merkst, dass dich nicht nur das Kofferraum-Packen, sondern der ganze Alltag drumherum an manchen Tagen erschöpft, dann lass uns gerne in einem kostenlosen Erstgespräch (30 Minuten) schauen, wo bei dir aktuell am meisten Energie verloren geht.
Liebe Grüße, Kathrin Hielscher zert. Ordnungscoach und Gründerin der hyggeZeit
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